Zweitmarkt
Wer in geschlossene Fonds investiert, legt sein Geld in einem bestimmten Projekt an. Dies kann zum Beispiel ein Luxushotel in New York oder aber ein Containerschiff sein. Solch ein Investment wird dann mit dem Geld der Anleger und meist auch mit zusätzlichen Krediten finanziert.
Da das Geld also gebunden ist, ist ein Verkauf der Fondanteile nicht ohne weiteres möglich. Erst bei der Veräußerung des Investitionsobjektes kann der Anleger sein Geld zurück erhalten. Dies ist bei geschlossenen Immobilienfonds durchschnittlich erst nach 20-25 Jahren möglich, Container- oder Medienfonds liquidieren sich durchschnittlich nach 5-10 Jahren.
Dies ist somit auch der Nachteil geschlossener Fonds. Die Verfügbarkeit während der Laufzeit ist nicht gegeben.
Viele Fondsgesellschaften haben das erkannt und mittlerweile einen recht gut funktionierenden Zweitmarkt aufgebaut. Hier können Anleger, die kurzfristig Geld brauchen, ihre Fondsanteile an andere Investoren verkaufen. Meist wird jedoch ein nicht unerheblicher Abschlag vom Fondswert vorgenommen.
Der Preis richtet sich, wie überall, nach Angebot und Nachfrage. Konnte der Fonds bisher seine Vorgaben erfüllen und schüttet er die Rendite nach den Erwartungen aus, wird der Preis sicher hoch ausfallen. Konnten die Ziele auf der anderen Seite jedoch nicht erreicht werden oder erwirtschaftet der Fonds sogar Verluste, sind Abschläge auch über 50% möglich.
Wer seinen Anteil am geschlossenen Fonds verkaufen möchte, sollte sich daher an die Fondsgesellschaft werden. Sie wird den Verkauf auf dem Zweitmarkt nach dem Kundenwunsch vornehmen. Auch im Internet finden sich verschiedene Gesellschaften, die Verkäufe im Zweitmarkt vornehmen. Der Vorteil hier ist die Unabhängigkeit, was unter Umständen auch zu einem schnelleren Verkauf führt.
